Von den Verpflichtungen des Ausbildungsvertrages freigesprochen
Mit einer feierlichen Zeremonie wurden in der Aula der Jakob-Preh-Schule die neuen Präzisionswerkzeugmechanikerinnen und -mechaniker in den Berufsstand aufgenommen und von den Pflichten ihres Ausbildungsvertrages freigesprochen. Hierzu kamen auch in diesem Jahr die Auszubildenden aus ganz Deutschland nach Bad Neustadt – ein besonderer Umstand, der auch der diesjährigen Freisprechungsfeier eine überregionale Bedeutung verlieh.
Schulleiter Michael Wimmel verwies im Rahmen seiner Dankesrede auf die besondere Bedeutung des Berufsstandes. Die von diesen Fachkräften hergestellten Präzisionswerkzeuge ermöglichen erst die hohe Produktqualität in Industrie und Handwerk. Er dankte den ehemaligen Auszubildenden, dass sie in Zukunft das Gütesiegel “Made in Germany” tatkräftig unterstützen.
Unter den Ehrengästen befanden sich viele, die maßgeblich an der Ausbildung zum Präzisionswerkzeugmechaniker beteiligt sind. Neben dem stellvertretenden Landrat Bruno Altrichter, der als Vertreter des Landkreises für den Sachaufwand der Berufsschule zuständig ist, beglückwünschten der Präsident der Handwerkskammer Unterfranken Michael Bissert, Kreishandwerksmeister Bruno Werner sowie der Präsident der Fachakademie Schneid- und Schleiftechnik Stefan Stange die Junggesellen zu deren Erfolg. Die Freisprechung übernahm als Obermeister der Präzisionswerkzeugmechaniker-Innung Süddeutschland Oliver Gayer.
In ihren Grußworten machten alle Redner deutlich, wie wichtig diese Abschlüsse für den Wirtschaftsstandort Deutschland sind. „Präzision entsteht nicht durch Maschinen, sondern durch Menschen“, betonte Michael Bissert. Die für diesen Hightech-Beruf notwendigen Fähigkeiten wie Konzentration, Fingerspitzengefühl, Innovation und Effizienz haben die neuen Präzisionswerkzeugmechaniker bewiesen. Von den hervorragenden praktischen Leistungen, die auch Stefan Stange sehr lobend hervorhob, konnten sich die Anwesenden bei der Ausstellung aller Gesellenstücke selbst überzeugen.
Für die ehemaligen Auszubildenden sprach Stefan Wida von der Firma Rixdorfer Schmiede aus Berlin. Er habe sich in Vorbereitung auf seine Rede an viele Höhen und Tiefen der Ausbildung erinnert, am Ende stellte er jedoch fest, dass vor allem die guten Erfahrungen überwogen haben. Im Rahmen der Feierlichkeiten hat er sich bewusst auf das Positive beschränkt und dankte neben den Ausbildern und Lehrern vor allem seinen Mitschülern, mit denen er gemeinsam viel Neues lernen und stets eine gute Zeit verbringen konnte.
Umrahmt wurde die Veranstaltung durch ein Bläser-Quartett der Musikschule Rhön-Grabfeld. Mit feierlichen und zugleich schwungvollen Stücken untermalten die Musiker die Übergabe der Gesellenbriefe und gaben der Veranstaltung eine würdige, stimmungsvolle Atmosphäre.
von Florian Bittner
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