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Zwei Staatspreise für Bestnoten

Montag | 20.03.2017

"Eine besondere Leistung bedarf einer besonderen Auszeichnung“, sagte der stellvertretende Landrat Josef Demar in einer kleinen Feierstunde. Gleich zwei Staatspreise für herausragende Leistungen in der Jakob-Preh-Berufsschule wurde im Landratsamt überreicht. Ausgezeichnet wurden diesmal eine junge Frau, die ihren Weg in einem „Männerberuf“ gefunden hat und ein Umschüler.

Notendurchschnitt von 1,0

Beide Ausgezeichneten haben ihre Berufsschullaufbahn mit einem Notendurchschnitt von 1,0 abgeschlossen. Das war der Regierung von Unterfranken zwei sogenannte Staatspreise wert, die in regelmäßigen Abständen für besonders gute Abschlüsse an Berufsschulen vergeben werden. Im Landratsamt überreichten Josef Demar und Schulleiter Kurt Haßfurter die Urkunden und einen anerkennenden Geldbetrag in Höhe von 75 Euro.

Ehrgeiz zahlt sich aus

Die 20-jährige Anna Kirchner aus Stangenroth bekam ihren Staatspreis für besondere Leistungen bei der Ausbildung zur Industriemechanikerin. Die Lehre hat sie nach einem Schulabschluss in der Wirtschaftsschule bei der Firma Siemens in Bad Neustadt absolviert und dort, so ihr Ausbildungsleiter, klar gestellt, dass sie auch in einem sonst von Männern dominierten Beruf mit Auszeichnung bestehen kann. Besonders hervorgehoben wurde, dass Anna Kirchner einer kranken Mitschülerin über eine lange Zeit ihre Schulunterlagen zur Verfügung stellte, und mit dieser Schulkameradin gemeinsam lernte.

Mit 43 noch mal die Schulbank gedrückt

Martin Lang, 43, aus Ebern-Jesserndorf (Lkr. Haßberge) hat bei der Firma FTE Automotive in Ebern aus betriebsbedingten Gründen eine Umschulung zum Mechatroniker absolviert. Die Ausbildung machte er quasi nebenbei. Und das, obwohl er mit Familie schon mitten im Leben steht und trotzdem mit Erfolg noch einmal die Schulbank drückte.

Glückwünsche zu den Staatspreisen äußerten auch Personalleiter Hermann Weiland und Ausbildungsleiter Helmut Hornung für die Siemens AG sowie Uwe Werner, Ausbildung Elektrotechnik FTE Automotive und Klassenlehrer Florian Heigl.

Rhön- und Saalepost vom 22.03.2017/Karin Nerche-Wolf

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