#

StD Egon Heller verabschiedet

Freitag | 23.02.2018

„Ein Herz wie ein Bergwerk“ 

An der Jakob-Preh-Schule wurde in der vergangenen Woche Studiendirektor Egon Heller in den Ruhestand verabschiedet. Von seinen 36 Dienstjahren war er 30 in Bad Neustadt tätig. Während dieser Zeit habe er die örtliche Berufsschule entscheidend mitgeprägt, würdigte Oberstudiendirektor Kurt Haßfurter das pädagogische „Urgestein“ in seiner Verabschiedungsrede. Der Schulleiter bereitete dem künftigen Pensionär eine gelungene Überraschung: Aus dem Off trat plötzlich Manfred Wolf, der Vorgänger von Egon Heller, ans Rednerpult. Wolf, der vor 30 Jahren an die Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen wechselte, beschrieb seinen alten Freund als einen äußerst fachkompetenten Lehrer, der Schüler wie Kollegen immer wieder durch seine Menschlichkeit überzeugte. Egon Heller stammt aus Haßfurt. Nach einem längeren Praktikum bei SKF in Schweinfurt studierte er für das höhere Lehramt an Beruflichen Schulen an der Universität Erlangen Elektrotechnik mit Zweitfach Sozialkunde. Nach dem Referendariat arbeitete er zunächst an der privaten Adolph-Kolping-Sonderberufsschule in München. Dann wechselte er in den Staatsdienst und wurde im November 1985 zum Studienrat ernannt. Im September 1988 erfolgte die Versetzung nach Bad Neustadt und im Mai 1991 die Ernennung zum Oberstudienrat. Im Juni 2002 wurde er zum Studiendirektor befördert. Egon Heller erwies sich als pädagogische „Allzwecklokomotive“: Er betreute zeitweise parallel die Fachbereiche Elektrotechnik und Sozialkunde, war viele Jahre als EDV-Systembetreuer tätig und Mitglied in der Schulentwicklungsgruppe. Darüber hinaus nahm er als Betreuungslehrer immer wieder Referendare unter seine Fittiche. Seinem Weitblick ist es zu verdanken, dass heute Mechatroniker an der Bad Neustädter Berufsschule ausgebildet werden. Schulleiter Kurt Haßfurter bedankte sich bei dem Ruheständler in spe für sein jahrzehntelanges Engagement. Zwar sei jeder ersetzbar, aber sich die Bad Neustädter Berufsschule ohne Egon Heller vorzustellen, falle im Augenblick noch schwer. Personalrat Jürgen Bieber gab dem scheidenden Pädagogen die humorige „Prozesssteuerung einer Pensionierung“ mit auf den Weg. Personalrat Andreas Müller bescheinigte seinem langjährigen Weggefährten „ein Herz wie ein Bergwerk“ und leitete zum musikalischen Abschluss über, bei dem es noch einmal richtig „emotional“ zuging. Lehrer aus der Elektroabteilung hatten nämlich, wohl auch um die Veranstaltung „abzukürzen“, wie sie augenzwinkernd gestanden, ein „Abschiedsständchen“ einstudiert, das sie dem sichtlich gerührten Studiendirektor so gut vortrugen, wie sie es als Elektriker eben vermochten. Bei Sekt und kaltem Buffet nahm die Verabschiedung von Egon Heller dann letztlich aber doch ein fröhliches Ende. Zwischen dem Klirren von Gläsern war immer wieder ein Wunsch zu hören: „Mach‘s gut Egon!“


Foto: 
Schulleiter OStD Kurt Haßfurter (links) übergibt Egon Heller die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand

zurück