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Staatspreis für hervorragenden Berufsschulabschluss

Dienstag | 08.09.2015

Die Durchschnittstraumnote von 1,0 in der Jakob-Preh-Berufsschule bescherte Hochbaufacharbeiter Manuel Zänglein den Staatspreis der Regierung von Unterfranken. Bei der Ehrung im Landratsamt verkündete der Ausgezeichnete, dass die Lehrzeit für ihn im ersten, aber noch nicht im zweiten Beruf vorbei ist. Was bei solchen schulischen Leistungen vielleicht sogar – das wäre ein Novum – zu einem zweiten Staatspreis führen könnte.

Der Hochbaufacharbeiter war der erste Schritt ins Berufsleben von Manuel Zänglein aus Nüdlingen. Jetzt folgen noch der Maurer, dann der Bautechniker und schlussendlich vielleicht noch ein Bauingenieurstudium.

Mit viel Herzblut geht der 19-Jährige seinen Beruf an und wurde nun im Landratsamt vom stellvertretenden Landrat Peter Suckfüll und Berufsschulleiter Kurt Haßfurter für seine schulischen Leistungen ausgezeichnet. Der Staatspreis der Regierung von Unterfranken wird jährlich nur an zwei Berufsschüler mit herausragenden Leistungen verliehen.

Neu im Falle Zänglein ist auch, dass der Baufacharbeitergeselle lediglich eine zweijährige Ausbildung bei der Bömmel Bau GmbH in Nüdlingen absolvierte. Normalerweise werden nur Schüler nach dreieinhalbjähriger Berufsschulzeit geehrt. Manuel Zänglein hatte vor seiner Ausbildung die Wirtschaftsschule besucht. In der Berufsschule war er Klassensprecher in der Klasse von Andreas Müller. Bömmel Bau-Geschäftsführer Bernhard Heinrich lobte den Geehrten für seine Leistungen und freute sich, dass er dem Betrieb auch in Zukunft erhalten bleibt.

Der Jakob-Preh-Schule bleibt Manuel Zänglein ebenfalls erhalten, als Maurerlehrling muss er weiterhin die Schulbank drücken. Was laut Kurt Haßfurter zu einer ganz besonderen Konstellation führen könnte: Schließt Zänglein auch die nächste Ausbildung mit einem solchen Notendurchschnitt ab, dann will ihn Haßfurter erneut für einen Staatspreis vorschlagen. „Einen zweimaligen Preisträger gab es in der Jakob-Preh-Schule noch nie!“

Nicht bei der Preisverleihung anwesend sein konnte Diana Kamlowski aus Münnerstadt. Die 21-jährige Kauffrau für Bürokommunikation ist die zweite Staatspreisträgerin in diesem Jahr. Gelernt hat sie bei Opti-Wohnwelt in Niederlauer und erreichte in der Berufsschule einen Notendurchschnitt von 1,11. Beide Staatspreisträger wurden mit einer Urkunde der Regierung von Unterfranken sowie einer Geldprämie von 75 Euro bedacht.

Foto: Manuel Zänglein nahm die Glückwünsche vom stellvertretenden Landrat Peter Suckfüll (links) sowie Ausbilder Bernhard Heinrich und Berufsschulleiter Kurt Haßfurter (rechts) entgegen. Foto: Stefan Kritzer

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