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"Girlsday"

Samstag | 01.04.2017

Zu einem echten „Girlsday“ entwickelte sich der diesjährige „Informationstag Jugend und Beruf“ in der Bauabteilung der Jakob-Preh-Schule. Dort fand ein „LEGO-Wettbewerb“ statt. Die Teilnehmer durften sich eine Minute lang das Modell eines Wandkörpers betrachten, der im so genannten „Blockverband“ angelegt war. Dann mussten sie das Teil so schnell wie möglich nachbauen. Dabei wurde die Zeit gestoppt. Von den 22 Teilnehmern brachten es nur drei fertig, die Aufgabe fehlerfrei zu bewältigen. Zwei davon waren Mädchen. Die Schnellste, Vanessa Storath aus Stockheim, schaffte es in 5:30 Minuten. Der stellvertretende Schulleiter Roland Endres überreichte ihr dafür einen Einkaufsgutschein der Firma Papierschmitt im Wert von 30,- Euro, den der Freundes- und Förderkreis der Schule gestiftet hatte. Den 2. Platz sicherte sich ebenfalls ein Mädchen (6:08) und der schnellste „Herr der Schöpfung“ benötigte 6:35 Minuten. Warum gilt der Baubereich eigentlich immer noch als Männerdomäne? Weil Frauen sozialkompetent und sprachbegabt sind? Oder weil Männer dafür besser einparken können und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen besitzen? Das klingt plausibel. So plausibel, dass es hinten und vorne nicht stimmt. Der LEGO-Wettbewerb zeigte einmal mehr: Vorurteile sind dämlich. Herrlich!


Foto links:
Der stellvertretende Schulleiter Roland Endres und Vanessa Storath, die Siegerin des LEGO-Wettbewerbs

Foto rechts:
Sieht einfacher aus, als es ist: Dieses Modell musste nachgebaut werden.


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