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Freisprechungsfeier

Samstag | 05.03.2016

Scharfe Klingen werden überall benötigt

 

Bei der Freisprechungsfeier der Schneidwerkzeugmechaniker waren zahlreiche Gesellenstücke zu sehen.

 

Von Stefan Kritzer /Rhön- und Saalepost vom 07.03.2016

 

BAD NEUSTADT Ein recht seltener Beruf in einer absoluten High-Tech-Branche ist der Schneid­werkzeugmechaniker. Überall wo es auf richtig scharfe Klingen an­kommt, ist dieses Berufsfeld ge­fragt. In der Jakob-Preh-Schule ha­ben sich in den vergangenen drei Jahren Auszubildende im Block­unterricht auf die Gesellenprüfun­gen vorbereitet. Jetzt wurden die zahlreichen Junggesellen und zwei Junggesellinnen in der Be­rufsschule freigesprochen.

 

Aus Augsburg wie aus Berlin, aus Chemnitz und Hamburg, aus Bobin­gen, aus der Steiermark in Österreich und selbstverständlich auch aus der Messerstadt Solingen. Da die Berufsschule für Schneidwerkzeugmecha­niker die einzige in Deutschland ist, kommen die Gesellen auch aus dem ganzen Bundesgebiet nach Bad Neu­stadt. Während ihrer dreijährigen Ausbildung verbringen sie zwölf Wo­chen in der Kreisstadt, wo sie die theoretische Grundausbildung ihres Berufs in der Jakob-Preh-Schule erler­nen.

Bei der Freisprechung freute sich Schulleiter Kurt Haßfurter über die erneut vielen Absolventen der Gesel­lenprüfungen. „Halten Sie Ihr Fach­wissen fest und vertiefen sie es", gab Haßfurter den neuen Gesellen mit auf den Weg. Der Vizepräsident der Handwerkskammer Unterfranken, Walter Heußlein betonte, dass sich Leistungsbereitschaft und Einsatz in der Ausbildung wie anschließend im Beruf immer auszahlen. „Dran bleiben und immer neue Ziele setzen", das riet der Obermeister der Messer­schmiede-Innung Dresden, Stefan Stange, den erfolgreichen Gesellen.

Scharfe Klingen sind schließlich immer gefragt, wie es Schülerspre­cher Fabian Burwitz in seiner Rede klarstellte. In Küchen und Werkstät­ten werden vermehrt wieder traditio­nelle und handwerklich gefertigte Klingen eingesetzt und müssen re­gelmäßig geschärft werden. Ein gro­ßer Teil der Gesellenprüfungen war in den Räumen der Berufsschule zu sehen.

 

Neben der Freisprechung gab es zwei Staatspreise der Regierung von Unterfranken für die gesamte Jakob-Preh-Schule zu vergeben. Diese gin­gen an Messerschmied Fabian Bur­witz aus Goldbach für einen Notendurchschnitt von 1,2 und an den Kfz-Mechatroniker Marvin Weber aus Hilders, der die Traumnote von 1,0 erreichte. Der Staatspreis ist mit einem Geldbetrag über 75 Euro verbun­den. Die Preise wurden von Innungs­obermeister Oliver Gayer und Kurt Haßfurter in Abwesenheit des Land­rates vergeben.

 

Die neuen Gesellen im Schneid­werkzeughandwerk sowie die neuen Messerschmiede sind: Leonard Dauti (Firma Almü aus Zell), Dajana Kratz (Grabmeier, Augsburg), Kevin Tix (IBB, Rößrath), Dennis Lechner (Jersa, Baindt), Julian Bertram (Kanne, Northeim), Marc Schneider (Kopp, Lindenfels), Messerschmied Fabian Burwitz (Massari, Aschaffenburg), Karl-Heinz Schöpf (Moser, Schönan­ger), Andreas Bröring (Nipper, Lastrup), Julia Mithlinger und Benjamin Strejcek (beide Oerlikon-Balzers aus der Steiermark), Messerschmied Ale­xander Rommel (Otter, Solingen), Sedat Kose (Protze, Kolbermoor), Tassilo Vietz (Rothenaicher, Erkheim), Daniel Zepernick (Schaube, Berlin), Kevin Henniger, Diego Gui-dolotti und Kevin Kühlborn (alle SIG, Grebenstein), Ken Arnas (Tiemann, Osnabrück), Messerschmied Paul Kollross (Trittler, Esslingen), Nico Erler und Philipp Rother (beide Voith, Chemnitz), Manuel Thiel (Weisskopf, Meiningen), Dustin Kolley und Benedikt Schöps (beide ZOM Magdeburg), Stefan Hohmann und Wladimir Nowotorzin (beide Gün­ther, Hamburg), Tarik-Ali Brösamle (Hufschmied, Bobingen), Maik Sawatzki (JK-Schleiftechnik, Lage), Lu-kian Moldrickx (Karat-Nönnig, Bir­kenwerder), Pierre Labuch (Kock, Moorrege), Tobias Schwaiger (Linner, Wolnzach), Noel Fournier (M & R, Berlin), Vitali Hoffmann (Pirthauer, Heidenheim), Peter Hoff­mann (Schaube, Berlin), Emanuel Pelzl (Wema, Pfaffenhofen) sowie Dennis Schröer, Jonas Baumgärtner und Max Leixner (alle Wolf, Bruch­mühlbach).

Bereits nach der Sommerprüfung wurden folgende Gesellen freige­sprochen: Manuel Wörz (Boerboom, Nesselwang), Daniel Weidauer (Leistner, Stützengrün), Sinan Aydemir, Paolo Cammarano und Yusuf Gürfidan (alle Gühring, Albstadt), Johannes Daum (Kopp, Lindenfels), Anton Sitnikow (Tiemann, Osna­brück) und Kai Riedelsberger (Weiss­kopf, Meiningen). Buchpreise als Klassenbeste erhielten Daniel Zeper­nick und Fabian Burwitz.

 

 

Foto: Die neuen Gesellen des Schneidwerkzeughandwerks wurden in der Jakob-Preh-Schule freigesprochen. Es gratulierten (hintere Reihe von links) die Innungsobermeister Stefan Stange und Oliver Gayer sowie (mittlere Reihe von rechts) Schulleiter Kurt Haßfurter und der Vizepräsident der Handwerkskammer für Unterfranken Walter Heußlein. FOTO: Stefan Kritzer

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