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Schneid- und Schleiftechnik

Informationen zum Fachbereich Schneid- und Schleiftechnik.

Der Fachbereich Schneid- und Schleiftechnik

Hier finden Sie auch Informationen zur unserer Meisterschule sowie zu den Zertifikatslehrgängen.

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Schneidwerkzeugmechaniker/in

Beim Schneidwerkzeugmechaniker-Handwerk handelt es sich um eines der ältesten Handwerke mit jahrhundertelanger Tradition. Die Ursprünge liegen bei den Waffenschmieden, die mit der Herstellung von Hieb- und Stichwaffen (z. B. Herstellung von Schwertern und Lanzen) befasst waren.

Die weitere Entwicklung führte im Mittelalter zum Messermacher-Handwerk. Für dieses Handwerk gab es bereits 1623 klar umrissene Ausbildungs- und Prüfungsanforderungen. Mit fortschreitender Industrialisierung erwuchsen dem Handwerk neue Herausforderungen und Aufgabenfelder, hauptsächlich in der Schneid- und Schleiftechnik, so dass heute eine große Bandbreite hochspezialisierter Qualifikationen mit dem Schneidwerkzeugmechaniker-Handwerk verbunden sind. 

Die fachliche Ausrichtung unterteilt sich in die zwei Schwerpunkte:

  • Schneidwerkzeug- und Schleiftechnik
  • Schneidemaschinen- und Messerschmiedetechnik


Für den ersten Bereich liegen die Ausbildungsschwerpunkte somit in den Anforderungen hochtechnisierter Produktionsprozesse mit außergewöhnlichen Genauigkeits- und Qualitätsanforderungen. So erstrecken sich die Ausbildungsinhalte z. B. nicht nur auf die Beherrschung verschiedenster Schleifverfahren und -techniken zur Herstellung komplexer Formen bzw. Geometrien an einem Werkzeug, sondern fordern auch Kenntnisse über die Programmierung von CNC- (computergesteuerten) Schleifmaschinen, bei denen bis zu 7 Achsen gesteuert werden müssen, um Werkzeuge rationell zu fertigen. Die so hergestellten Werkzeuge kommen wiederum in computergesteuerten Maschinen oder computergestützten Fertigungsprozessen zum Einsatz.

Der zweite Bereich umfasst zunächst die Wartung und Instandsetzung von Schneidemaschinen, z. B. aus dem Bereich der Textil-, Fleisch- oder Papierverarbeitung. Hier geht es vor allem um die Wiederherstellung der Schneidschärfe der eingebauten Schneidwerke. Nachgeordnet sind dann noch die Tätigkeiten Montieren, Einstellen und Überprüfen mechanischer, hydraulischer oder anderer relevanter Maschinenbauteile. 

Ein Video zum Beruf des Schneidwerkzeugmechanikers finden Sie hier.


Informationen zur Berufsausbildung

Allgemeines:

Im 1. Ausbildungsjahr besucht der Auszubildende in der Regel die Berufsschule, die dem Lehrbetrieb am nächsten liegt. Dort sitzt er mit anderen Lehrlingen der Metallbranche (z. B. Werkzeugmacher, Zerspanungsmechaniker, Industriemechaniker) in einer Klasse und erlernt Grundkenntnisse der Metalltechnik.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, bereits das erste Jahr hier in Bad Neustadt zu absolvieren. In diesem Fall wird der Auszubildende in eine Grundklasse für Zerspanungsmechaniker aufgenommen.
Die Gesamtausbildungszeit beträgt grundsätzlich 3,5 Jahre. Lehrzeitverkürzungen sind bei entsprechender Vorbildung möglich und müssen mit der zuständigen Handwerkskammer vereinbart werden. Die fachspezifische Ausbildung an der Jakob-Preh-Schule in Bad Neustadt ab dem 2. Lehrjahr gliedert sich wie folgt:

  • 12 Blockwochen im 11. Schuljahr (2. Ausbildungsjahr)
  • 12 Blockwochen im 12. Schuljahr (3. Ausbildungsjahr)
  •   2 Blockwochen im 13. Schuljahr (4. Ausbildungsjahr = ½ Jahr)


Der Unterricht findet in Blöcken von in der Regel 2 - 3 Wochen Dauer statt.

Anmeldung:

Für die Anmeldung Ihres neuen Auszubildenden nehmen Sie bitte Kontakt mit der Verwaltung der Schule auf. Hier erhalten Sie alle gewünschten Auskünfte und die notwendigen Anmeldeunterlagen.

Prüfungen:

Die Zwischenprüfung am Ende des 2. Lehrjahres sowie die Abschlussprüfung zu Ende der Ausbildung finden ebenfalls an unserer Schule statt und werden von der Schneidwerkzeugmechaniker-Innung Nordbayern in Fürth im Auftrag der Handwerkskammer für Unterfranken in Würzburg organisiert und abgenommen.

Die Prüfungen gliedern sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil und werden zweckmäßigerweise in der Regel in Zeiträume (Freitag/Samstag) eingeplant, in denen die Auszubildenden ohnehin zum Unterricht in Bad Neustadt anwesend sind.

Prüfungstermine für die Abschlussprüfung Winter 2016/17 (nach 3,5-jähriger Ausbildung):

  • Theorie: Freitag, 02.12.2016, 08:00 bis 16:00 Uhr (MSM13a/b), Raum 303
  • Praxis: Mittwoch, 04.01.2017 und Donnerstag, 05.01.2017, 07:00 bis 19:00 Uhr (MSM13a/b), Raum 045


Prüfungstermine für die Zwischenprüfung 2017:

  • Theorie: Freitag, 28.04.2017, 08:00 bis 12:00 Uhr (MSM11a), Raum 303 und Freitag, 19.05.2017, 08:00 bis 12:00 Uhr (MSM11b), Raum 303
  • Praxis: Freitag, 28.04.2017, 13:00 bis 19:00 Uhr, und Samstag, 29.04.2017, 07:00 bis 19:00 Uhr (MSM11a), Raum 045 und Freitag, 19.05.2017, 13:00 bis 19:00 Uhr und Samstag, 20.05.2017, 07:00 bis 19:00 Uhr (MSM11b), Raum 045


Prüfungstermine für die Abschlussprüfung Sommer 2017 (nach 3-jähriger Ausbildung):

  • Praxis: Samstag, 01.07.2017, 07:00 bis 19:00 Uhr (MSM12a/b), Raum 045  
  • Theorie: Samstag, 15.07.2017, 08:00 bis 16:00 Uhr (MSM12a/b), Raum 129

 

Freisprechungsfeier:

Jährlich schließen an der Jakob-Preh-Schule Bad Neustadt a.d. Saale die Auszubildenden des Berufes Schneidwerkzeugmechaniker mit der Gesellenprüfung ab. Die Absolventen aus allen Bundesländern dürfen sich über ihren erfolgreichen Abschluss freuen. Für jeden jungen Menschen ist dieser erste Schritt in seiner beruflichen Laufbahn ein besonderes Ereignis, denn der Übergang vom Lehrling zum Gesellen bzw. Facharbeiter bedeutet einen Aufstieg, der sich nicht nur finanziell bemerkbar macht.

Mit dem Wissen um die Bedeutung des Berufsabschlusses veranstaltet die Jakob-Preh-Schule für diese Berufsgruppe jährlich eine zentrale Freisprechungsfeier. In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste werden die Noch-Lehrlinge in einem feierlichen Rahmen symbolisch von den Verpflichtungen der Lehrzeit losgesprochen und als Junggesellinnen und Junggesellen in die Berufswelt entlassen. Nach dem offiziellen Teil besteht die Möglichkeit, die Gesellenstücke zu besichtigen und an einem Werkstattrundgang teilzunehmen. Die Veranstaltung ist zugleich eine gute Gelegenheit für Ausbilder, Eltern und Lehrer, miteinander ins Gespräch zu kommen und so die duale Partnerschaft in vorbildlicher Weise zu pflegen. Auch für das leibliche Wohl ist dank finanzieller Unterstützung durch den Fachverband Deutscher Präzisionswerkzeugschleifer e.V. bestens gesorgt. 

Zahlreiche Informationen zur Ausbildung entnehmen Sie bitte auch der Seite http://scharfhoch2.de/ des Fachverbandes Deutscher Präzisionswerkzeugschleifer e. V.

Die Ausbildungsverordnung finden Sie hier

Den schulischen Lehrplan können Sie hier abrufen.


Ausgewählte Gesellenstücke